Maßgeschneiderte Zuführung mit Rekordlänge von 15 Metern
Wenn hohe Stückzahlen zuverlässig, schonend und bedarfsgerecht transportiert werden müssen, sind intelligente Zuführsysteme gefragt. Für einen Kunden aus der Fertigungsindustrie hat RNA eine komplette Lösung entwickelt, die fertig bearbeitete Hülsen vom Bearbeitungszentrum bis zur automatisierten Roboterentnahme über eine Länge von 15 Metern transportiert und bereitstellt.
Die fertigen Hülsen werden direkt aus dem vorgelagerten Bearbeitungszentrum auf ein RNA-Förderbandsystem der Baureihe FP120 übergeben. Die insgesamt 15 Meter lange Transportstrecke wurde durch drei hintereinander angeordnete Förderbänder realisiert. Dieses Konzept vereinfacht nicht nur Transport und Montage beim Kunden, sondern sorgt auch für maximale Flexibilität.
Das System verfügt über drei in der Breite verstellbare Förderspuren, die sich an unterschiedliche Werkstückgeometrien anpassen lassen. Über die beiden äußeren Spuren werden die Werkstücke gezielt an nachgelagerte Vibrationsbunker übergeben.
Für einen sicheren und gleichmäßigen Materialfluss sorgen die Mittantriebe der Förderbänder, die speziell für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt sind. Beidseitige Messerkanten gewährleisten zudem einen nahezu spaltfreien Werkstückübergang am Ein- und Auslauf.
Die speziell konfigurierte Vibrationsbunkerlösung übernimmt gleich zwei zentrale Aufgaben: die Bevorratung der Werkstücke sowie deren bedarfsgerechte und dosierte Zuführung zum Folgeprozess.
Ein statischer Bunkeraufsatz sorgt für die schonende Aufnahme der Hülsen. Die eigentliche Dosierung erfolgt über zwei in Reihe geschaltete RNA Linearförderer der Baureihe SLC500. Durch die sensorbasierte Kommunikation zwischen den Förderern wird jederzeit die optimale Werkstückmenge bereitgestellt.
Eine spezielle Beschichtung schützt die Werkstücke während des gesamten Förderprozesses vor Beschädigungen. Die Steuerung erfolgt über Füllstands- und Anwesenheitssensoren in Kombination mit den RNA-Frequenzsteuergeräten der Baureihe ESR3000 – ganz ohne zusätzliche SPS.
Am Ende des Prozesses übernimmt eine Vibrationsplatte die Werkstücke aus dem Bunker und stellt sie für den Roboterzugriff bereit. Die Bürstenbeschichtung der Platte sorgt für einen besonders schonenden Transport.
Durch die mechanische Abstimmung des Systems werden die Werkstücke schnell vereinzelt und mit ausreichend Abstand zueinander bereitgestellt. Auch hier kommt ein SLC500 Linearförderer in Verbindung mit einem ESR3000 Frequenzsteuergerät zum Einsatz.
Mit dieser Lösung zeigt RNA einmal mehr, wie sich Fördertechnik, Bevorratung und Robotik zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem verbinden lassen – für maximale Prozesssicherheit, hohe Effizienz und schonendes Werkstückhandling.